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ERHALT DES KURORTTITELS FÜR DEUTSCHLANDS ÄLTESTES MOORHEILBAD

BAD FREIENWALDE ZWISCHEN ALLEN (POLITISCHEN) STÜHLEN

Im Jahr 2015 drohte Bad Freienwalde der Verlust seines Kurortprädikats. Der zuständige Landesfachbeirat empfahl die Aberkennung, da eine marode Bundesstraßen-Hochbrücke weiterhin den Stadtkern in zwei Teile spaltete und einer tragfähigen Kurortentwicklung im Wege stand. Der Abriss der Brücke war jedoch in Brandenburgs ältester Kurstadt hoch umstritten. Gegen den knappen Stadtratsbeschluss pro Abriss formierte sich Widerstand. Verschärft wurde die Diskussion von der Mitteilung des Potsdamer Verkehrsministeriums, dass Bad Freienwalde auf die nötige neue Umgehungsstraße noch Jahre wird warten müssen. Gleichzeitig erklärte die Landessozialministerin bei einem Besuch der Stadt angeblich, dass der Brückenabriss gar nicht notwendig sei.

Die Brückenabriss-Gegner sahen sich daher im Vorteil und initiierten einen Bürgerentscheid. Da das Land aber die Verlängerung des Kurortstatus vom Brückenabriss abhängig machte, drohte akut der Titelverlust. Befördert wurde diese ausweglose Lage durch die mehr als mangelhafte Kommunikation der Kurstadt mit Landesbeirat, Sozialministerium, Verkehrsministerium und Staatskanzlei. Im Sommer 2015 wurden wir durch die Stadtverwaltung sowie die Kur- und Tourismusgesellschaft beauftragt, die existierenden „Kommunikationsdefizite“ zwischen allen Beteiligten abzustellen und parallel die Kommunikation zu den in dieser Angelegenheit sehr kritischen Medien zu optimieren und Vertrauen aufzubauen.

HERAUSFORDERUNGEN

  • Eine denkbar knappe Stadtratsentscheidung pro Abriss musste kommuniziert werden.
  • Entwicklung einer Kommunikationsstrategie unter Zeitdruck
  • Schnelle Aufnahme von politischem Lobbying in Hinblick auf die beteiligten Ministerien
  • Schnelle Aufnahme von Kontakten in die Staatskanzlei
  • Aufnahme eines konstruktiven Dialogs mit Mitgliedern des Landesfachbeirates
  • Medienarbeit so schnell wie möglich, einschließlich Pressekonferenz
  • Einbindung von Bürgermeister und GF Kur- und Tourismus GmbH
  • Gegenkampagne zum Thema „Bürgerentscheid Brückenabriss“

PRODUKT/DIENSTLEISTUNG: 
Kurortentwicklung, Tourismus; Kuren und Wellness

BRANCHE: 
Tourismus, Landespolitik, Gesundheits-/Bädertourismus, Kommunalpolitik (Stadtentwicklung)

PROJEKTZEITRAUM: 
Juli 2015 bis Januar 2017

STEP 01.


ZIELGRUPPENANALYSE

Stadtentwicklung, Kommunalpolitik, Landespolitik: Die Gemengelage in Bad Freienwalde war unübersichtlich. Zunächst waren die wichtigsten Stakeholder zu identifizieren und darauf aufbauend, nicht nur die Zielpersonen sondern auch die Zielgruppen der Öffentlichkeitsarbeit und der Lobbyarbeit zu definieren: politische Entscheidungsträger in der Stadtverwaltung, im Stadtrat und auf Landesebene, die Lokalmedien und die im Gesundheitstourismus engagierten Dienstleister und Politiker, insbesondere die Mitglieder des Landesfachbeirates sowie die Gesundheitspolitiker im Brandenburgischen Landtag.

STEP 02.


KOMMUNIKATIONSSTRATEGIE

Schnelle Aufnahme von Gesprächen zu den Verantwortlichen in Stadt- und Landespolitik, zu Bäder- und Kurexperten sowie den Medien, um hier die roten Fäden hinsichtlich einer weiteren Stadtentwicklung und der Implementierung eines Kurortentwicklungskonzeptes „weiterspinnen“ zu können. Dies musste möglichst schnell und breit gestreut werden, da der Bürgerentscheid sowie Überlegungen zur Abwahl des Bürgermeisters bevorstanden.

STEP 03.


PUBLIC RELATIONS

Zentral bei der Kampagne waren regelmäßige Pressemitteilungen an die lokalen und brandenburgischen Medien, inklusive Stadtratsfraktionen, Landrat und Ministeriums-Pressestellen sowie zur Kenntnisnahme an den Regierungssprecher. Auch Pressekonferenzen und Pressetermine wurden sowohl in Bad Freienwalde als auch auf Messen (ITB/Grüne Woche) organisiert. Wichtig dabei war, mit etwas Neuem an die Öffentlichkeit zu gehen (Nachrichtenwert!).

STEP 04.


POLITISCHES LOBBYING UND NETWORKING

Extrem wichtig war und ist der enge Kontakt zu allen relevanten Playern in der Kommunalpolitik, den Medien, Verbänden, Landtagsfraktionen und Ministerien. Dank der breiten Aufstellung unserer Agentur in diesem Bereich und unserem politischen Know-how gelang es, ein enges Netzwerk zu knüpfen und auch „über Bande zu spielen“. Mit Hilfe unserer guten Kontakte und durch Hintergrundgespräche waren wir als Kommunikations-Katalysator und „ehrlicher Makler“ immer sehr gut (oft vorab) über neueste Entwicklungen informiert.

STEP 05.


EVENTS

Nicht nur bei Pressekonferenzen wurde Bad Freienwalde nach außen sichtbar. Wir organisierten auch eigene attraktive Veranstaltungen auf Tourismusmessen, wie Workshops und Pressetermine entgegen dem „Mainstream“ der betroffenen und involvierten Ministerien.

ERGEBNISSE

  • Professionelle und schnelle Vernetzung der Akteure
  • Über 40 Abdrucke in den Printmedien
  • Unterstützung bei der Verhinderung eines positiven Ausgangs des Bürgerbegehrens
  • Erfolgreiche Einbindung der Staatskanzlei als „Trouble-Shooter“
  • Positive Kommunikation in den Landesfachbeirat und damit positive Grundstimmung
  • Ruhigstellung der Ministerien (Verkehr und Soziales)
  • Letztendlich erfolgreiche Verteidigung des Bädertitels

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